Integrieren

Der Ansatz über Praktika Geflüchtete in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen, funktioniert – auch und gerade im ländlichen Raum. Der Landkreis Kassel hatte bereits frühzeitig auf die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt gesetzt. Bereits im August 2015 wurde die Stelle eines Integrationsmanagers geschaffen – mittlerweile kümmern sich zwei Mitarbeiter des Landkreises um die Vermittlung von Geflüchteten in Beschäftigung.

Inzwischen existiert ein gut funktionierendes Netzwerk mit der Arbeitsagentur, der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, der Handwerkskammer Kassel und dem Bildungswerk der nordhessischen Wirtschaft VSB.
Diese Zusammenarbeit ist vorteilhaft für die Unternehmen, die Interesse an der Beschäftigung von Geflüchteten haben, wie auch für die Geflüchteten selbst. So kann flexibel auf die Bedarfe der Unternehmen reagiert werden.

Das Ziel ist es, möglichst viele der aktuell rund 4.000 im Landkreis Kassel lebenden Geflüchteten in Beschäftigung und Ausbildung zu bringen. Sicherlich können damit nicht alle Probleme des Arbeitsmarktes in unserer Region gelöste werden. Aber gerade im Logistikbereich, im Handwerk, in der Gastronomie und in der Bauwirtschaft spielt die Beschäftigung und Ausbildung von Geflüchteten eine immer wichtigere Rolle.

Tatsächlich ist es bisher gelungen, für über 400 Geflüchtete eine Beschäftigung zu finden. Diese gute Bilanz zeigt, dass die heimische Wirtschaft mit dem Landkreis Kassel zusammen an einem Strang in die gleiche Richtung zieht.

Die größte Herausforderung für alle Beteiligten ist dabei die Qualifizierung der Geflüchteten im Bereich der deutschen Sprache. In den letzten Monaten hat sich hier eine Vielzahl von Angeboten mit Unterstützung des Bundes und des Landes etabliert und viele Geflüchtete haben ihre Chancen, auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert zu werden, engagiert wahrgenommen.
Allerdings sind die Rahmenbedingungen für Geflüchtete mit Bleibeperspektive nicht einfach. So muss in den sogenannten INTEA-Kursen an beruflichen Schulen innerhalb von zwei Jahren das absolviert werden, wozu deutsche Schüler neun Jahre Zeit haben: Der Hauptschulabschluss. Und das ohne im Vorfeld erworbene Deutschkenntnisse.
Allein dies zeigt, dass Integration kein Prozess von zwei Jahren sein kann, sondern mehr Zeit benötigt.

Wollen Sie mehr zum Thema „Flüchtlingshilfe im Landkreis Kassel“ wissen?

  • Allgemeine Informationen
  • Unterbringung und Betreuung
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  • Bildungsangebote
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Die umfangreiche Broschüre „Wegweiser für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe im Landkreis Kassel“ wird dort zum Download angeboten. Sie bietet grundlegende Informationen zu den Strukturen im Landkreis, zu Ansprechpersonen und Sachfragen.

→ Link zu „Flüchtlingshilfe im Landkreis Kassel“

Ihre Ansprechpartner beim Landkreis Kassel

Unterstützung und Vermittlungen für den Einstieg in die Berufswelt:

Bijan Otmischi
Integrationsmanager
Telefon: 0561 1003-1655
E-Mail: bijan-otmischi@landkreiskassel.de

Kathrin Schacht
Telefon: 05692 987-3278
E-Mail: kathrin-schacht@landkreiskassel.de

Organisation von passgenauen Bildungsmöglichkeiten:

Anna Rein
Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte
Telefon: 0561 1003-1692
E-Mail: anna-rein@landkreiskassel.de

Betreuung von Berufspaten, die Geflüchtete unterstützen:

Brigitte Vogler
Projektkoordination Berufspatenprojekt
Telefon: 0561 1003-1275
E-Mail: brigitte-vogler@landkreiskassel.de

Für ehrenamtliche Unterstützer:

Simon Gellermann
Ehrenamtskoordinator
Telefon: 0561 1003-1183
E-Mail: simon-gellermann@landkreiskassel.de

Patrick Stolze
Koordination Integrationslotsen
Telefon: 0561 1003-1534
E-Mail: patrick-stolze@landkreiskassel.de

Betreuung von Geflüchteten, die bereits in eigenen Wohnungen wohnen:

Gabriele Hennig
Flüchtlingshilfe
Telefon: 0561 1003-1659
E-Mail: gabriele-hennig@landkreiskassel.de

Kirstin Paul
Flüchtlingshilfe – Wohnungsbetreuung
Telefon: 0561 1003-1846
E-Mail: kirstin-paul@landkreiskassel.de

Hanna Wetzel
Flüchtlingshilfe – Wohnungsbetreuung
Telefon: 0561 1003-1651
E-Mail: hannelore-wetzel@landkreiskassel.de